Vereinstreffen hinter den Kulissen: Geschichte, Integration und Technik.
Woher kamen die Treffen? Eine kurze Geschichte unserer Integration
Obwohl wir Verkehrsbegeisterten uns ’schon immer‘ kennen und besuchen, kam der wahre Durchbruch im Jahr 2002. Damals fand in Stettin das 1. Treffen der Verbände der Liebhaber des öffentlichen Nahverkehrs statt. Man entschied, dass lose Kontakte nicht mehr ausreichen und es Zeit für Konkretes ist – Erfahrungsaustausch auf Vorstandsebene und offizielle Zusammenarbeit. Es wurde auch eine eiserne Regel festgelegt: Jedes Jahr übernimmt ein anderes Team die Organisation.
Die Geschichte dieser Veranstaltung hatte ihre Wendungen und vorübergehenden Unterbrechungen, aber die Tradition ist endgültig zurückgekehrt. Bevor wir nach Konin kamen, wurden die Treffen unter anderem in Danzig und Łódź reaktiviert, und 2022 war Warschau der Gastgeber. Heute ist es ein fester Bestandteil im Kalender jedes seriösen Vereins.
Worum geht es dabei?
Das sind keine langweiligen Beratungen am Tisch! Die Treffen sind vor allem Wissensaustausch und ‚Kämpfe‘ um gemeinsame Angelegenheiten. Wir diskutieren darüber, was uns alle schmerzt und bewegt: wie man Denkmäler legal registriert, wie man Mittel für die Renovierung von Fahrzeugen beschafft und wie man mit Vorschriften umgeht. Es ist eine großartige Gelegenheit zu sehen, wie Kollegen aus anderen Städten Probleme lösen, mit denen auch wir zu kämpfen haben.
Aber seien wir ehrlich – das Wichtigste ist technischer Tourismus und Integration! Die Gastgeber reißen sich immer ein Bein aus, um ihr ‚Königreich‘ von innen zu zeigen. So wie wir in Konin in die Hallen der Wasserstoffbusse eingefahren sind, so betreten wir bei jedem Treffen Orte, zu denen ein gewöhnlicher Fahrgast keinen Zutritt hat. Wir besichtigen technische Einrichtungen, Betriebshöfe und Werkstätten, testen lokale Unikate und tauschen Erfahrungen am Lagerfeuer aus. Das ist der Moment im Jahr, in dem ganz Polen der Liebhaber mit einer Stimme spricht!
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Wer sind die Gäste und Gastgeber?
Wer sind die Gäste und Gastgeber? Übersicht des Teams vom XIII. Treffen
Beim diesjährigen Treffen traf sich die Crème de la Crème der polnischen Liebhaber-Szene. Obwohl uns die gleiche Leidenschaft für Schmiere, Schienen und Reifen verbindet, hat jede Organisation ihre eigene einzigartige Spezifität. Hier ist ein kurzer ‚Fahrplan‘ der Veranstaltungsteilnehmer.
Gastgeber des Treffens
Verein RetroTrans (Konin / Ślesin)
RetroTrans ist eine relativ junge, aber sehr aktive Organisation von Verkehrsbegeisterten aus der Umgebung von Konin. Sie wurde 2021 als Verein der Koniner Sympathisanten des öffentlichen Nahverkehrs gegründet und nahm einige Monate später den heutigen Namen RetroTrans an.
Der Verein beschäftigt sich mit der Pflege der Tradition des öffentlichen Verkehrs, dem Sammeln von Souvenirs und historischen Fahrzeugen sowie der Organisation von Verkehrsveranstaltungen – Retro-Fahrten, Bildungsveranstaltungen und Kampagnen, die an die Reisekultur erinnern.
KMTP – Koniner Liebhaber des öffentlichen Verkehrs
KMTP entstand aus einer Basisinitiative zweier Enthusiasten, die um 2016 begannen, Fahrgäste auf Facebook über Umleitungen, Verspätungen und Änderungen im öffentlichen Nahverkehr in Konin zu informieren – als Reaktion auf das Fehlen transparenter, offizieller Mitteilungen. Mit der Zeit versammelte sich eine größere Gruppe um das Profil, die unter dem Namen ‚Koniner Liebhaber des öffentlichen Verkehrs‘ begann, Ausflüge, Sonderfahrten und Aktionen zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs in der Stadt zu organisieren. Einige Jahre lang war KMTP eine wichtige informelle Stimme der Fahrgäste und Verkehrsbegeisterten in Konin. Derzeit ist die Gruppe nicht mehr aktiv, und ihre Tätigkeit hat historischen/archivalischen Charakter.
Gäste – Clubs und Stiftungen aus ganz Polen
Zrobotyzowani – Industrietourismus
Zrobotyzowani ist eine 2019 gegründete Initiative, die sich mit der Entwicklung des Industrietourismus in Polen beschäftigt. Die Organisatoren verbinden ihre Leidenschaft für Technik, Eisenbahn und Industrie und schaffen Reisen zu Bergwerken, Hütten, Produktionsstätten und Technikmuseen, oft zu Einrichtungen, die im Alltag unzugänglich sind.
Das Treffen in Konin war für Zrobotyzowani ein natürliches Feld der Zusammenarbeit – hier kreuzen sich die Welten des öffentlichen Nahverkehrs, der Energieindustrie und der Industriebahnen.
Kreis der U-Bahn-Liebhaber (Warschau)
Der Kreis der U-Bahn-Liebhaber vereint Personen, die an der Warschauer U-Bahn und anderen Schienenverkehrsmitteln interessiert sind. Er agiert im Rahmen des Gesellschaftlichen Komitees für den Bau der U-Bahn, organisiert technische Spaziergänge, Sonderfahrten und popularisiert Wissen über die Geschichte und Funktion der U-Bahn in Warschau. KMM arbeitet mit der Warschauer U-Bahn und verschiedenen Partnern – darunter Zrobotyzowani – bei technischen und karitativen Veranstaltungen zusammen, wie z.B. WOŚP-Auktionen mit Gutscheinen für die Besichtigung der U-Bahn-Einrichtungen.
Clubs der Liebhaber des öffentlichen Nahverkehrs
Club der Liebhaber des öffentlichen Nahverkehrs in Warschau (KMKM)
KMKM Warschau ist der älteste Verein von Liebhabern des öffentlichen Nahverkehrs in Polen – die Anfänge des Clubs reichen bis zum 11. April 1980 zurück, als das erste Treffen von Enthusiasten stattfand. Heute ist der Club bekannt für seine beeindruckende Sammlung historischer Busse, Straßenbahnen und Oberleitungsbusse, die Zusammenarbeit mit städtischen Verkehrsbetrieben und die Organisation von Veranstaltungen wie der Langen Nacht der Museen mit historischem Fahrzeugpark oder den Tagen des öffentlichen Verkehrs in Warschau.
Club der Liebhaber alter Straßenbahnen in Łódź (KMST)
Der Łódźer KMST stammt direkt vom Warschauer KMKM ab – die Sektion in Łódź entstand 1981, und 2004 wurde sie als eigenständiger Verein registriert.
Der Club konzentriert sich auf die Dokumentation der Geschichte des Łódźer Straßenbahnverkehrs, das Sammeln von Souvenirs und die Pflege historischer Wagen. Er arbeitet mit MPK Łódź und dem Museum für öffentlichen Verkehr zusammen und organisiert Sonderfahrten, Gelegenheitslinien und Bildungsveranstaltungen.
Krakauer Club der Eisenbahnmodellbauer (KKMK)
Der Krakauer Club der Eisenbahnmodellbauer wurde 1975 gegründet, was ihn zu einem der ältesten Modellbahnvereine in Polen macht.
KKMK verbindet die Welt der Eisenbahn und des öffentlichen Verkehrs mit dem Modellbau: Er baut Modulanlagen, organisiert Ausstellungen von Anlagen und Dioramen und arbeitet bei der Bedienung der Krakauer Museumslinie mit historischem Straßenbahn- und Busfuhrpark mit. Im Jahr 2025 feierte der Club sein 50-jähriges Bestehen, unter anderem mit einer großen Modellbauausstellung im Kleinpolnischen Wissenschaftszentrum Cogiteon.
Club der Liebhaber des öffentlichen Nahverkehrs in Białystok
Die Geschichte des KMKM in Białystok reicht bis ins Jahr 2008 zurück, als die erste Gründungsversammlung stattfand; 2009 wurde der Club ins Nationale Gerichtsregister eingetragen.
Seit 2010 baut der Białystoker Club eine Sammlung alter Stadtbusse auf – die Fahrzeuge werden renoviert und zur Bedienung von Sonderlinien, Gelegenheitsfahrten und städtischen Veranstaltungen genutzt. Ziel des KMKM ist es, von jedem Modell, das auf den Straßen von Białystok fuhr, ein Exemplar zu retten, sowie die Geschichte des Verkehrs in der Region zu popularisieren.
Club der Liebhaber des städtischen Verkehrs in Chorzów Batory (KMTM)
KMTM nahm offiziell am 12. Juni 1999 seine Tätigkeit auf, obwohl die ersten Verkehrsveranstaltungen seiner zukünftigen Mitglieder bereits Mitte der 90er Jahre stattfanden (die berühmte ‚Nachtreise ohne Abgase‘). Der Club ist im Gebiet der Oberschlesisch-Zagłębie-Metropole tätig, dokumentiert die Geschichte von Straßenbahnen und Bussen, organisiert Sonderfahrten, Tage der offenen Tür in Betriebshöfen sowie touristische Straßenbahnlinien, u.a. mit einem historischen Wagen, der zwischen Katowice und Chorzów verkehrt.
Gorzower Club der Liebhaber des öffentlichen Nahverkehrs (GKMKM)
Der Gorzower Club der Liebhaber des öffentlichen Nahverkehrs wurde am 2. April 2001 registriert und arbeitet von Anfang an mit der MZK in Gorzów Wielkopolski zusammen.
Der Club kümmert sich um die Geschichte des Gorzower Verkehrs – er pflegt historische Straßenbahnen und Busse, organisiert Gelegenheitsfahrten (z.B. Jubiläumsfahrten des N-Wagens) und popularisiert Wissen über den lokalen öffentlichen Verkehr in den Medien und bei städtischen Veranstaltungen.
Stiftung Retro-Betriebshof
Die Stiftung Retro-Betriebshof ist formell seit 2023 tätig, aber ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 2016 zurück, als eine Gruppe von Enthusiasten den ersten Ikarus 280 mit Geschichte bei PKM Sosnowiec kaufte, und dann weitere Busse – u.a. Jelcz M11 und Autosan H6. Die Stiftung rettet, renoviert und stellt historische Busse zur Verfügung, organisiert Sonderfahrten, Verkehrsveranstaltungen und Gelegenheitsfeiern, hauptsächlich in Oberschlesien und Zagłębie. Ihre Mission ist sowohl der Schutz des Erbes des öffentlichen Verkehrs als auch die Förderung moderner, umweltfreundlicher Reiseformen.
Tag 1
Den ersten Tag des Treffens begannen wir mit Abenteuern und einer kleinen Verspätung, aber schon um 17:00 Uhr kamen wir im Betriebshof der Koniner MZK an, wo wir herzlich von der Präsidentin, Frau Magdalena Przybyła, und ihren Mitarbeitern begrüßt wurden.
Wir besichtigten unter anderem die Wartungshalle samt Waschplatz, eine separate Halle, die speziell für die Bedienung von Wasserstoffbussen vorbereitet wurde, und Ladegeräte für Elektrobusse. Wir gingen auch in das Innere eines Wasserstoffbusses der Marke Nesobus und fuhren zwei Runden auf dem Gelände des Betriebshofs.
Der Betriebshof wurde 1985 gebaut, und schon in etwa zwei Jahren wird die MZK in einen neuen ‚Wasserstoff‘-Betriebshof umziehen. Mit einem speziell für uns vorbereiteten Elektrobus der Marke Pilea wurden wir an den Ort gebracht, wo dieser neue Betriebshof entstehen wird. Dies war die letzte Etappe des Ausflugs, nach der wir uns in Richtung der Unterkunft begaben.
Auf dem Rückweg hielten wir auch für Fotos in der Nähe des Kraftwerks Pątnów an, das wegen seiner Form als Koniner ‚Titanic‘ bekannt ist. Die Temperatur war nicht günstig, aber das Licht kurz nach Sonnenuntergang war unglaublich!
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Tag 2
Den zweiten Tag des Treffens begannen wir sehr früh und meldeten uns bereits um 9:00 Uhr am Tor der Werkstätten der Grubenbahnen in Kazimierz Biskupi. In Begleitung von Vertretern der Gesellschaft PAK Bergbau besuchten wir den Lokschuppen, wo wir die berühmten ‚Krokodile‘ sahen – Elektrolokomotiven LEW EL2 sowie das Stellwerk samt Batterieraum und Relaisraum. Auf dem Rückweg fuhren wir auch, um uns ‚Dolores‘ aus der Nähe anzusehen – einen riesigen Schaufelradbagger und das Aushängeschild von KWB Konin.
Zur Mittagszeit warteten Vorträge der Präsidentin der MZK Konin über die Zukunft der Wasserstoffbusse sowie von Kollegen von KMPT und Retrotrans über die Geschichte der Liebhaber-Initiativen in Konin auf uns. Nach dem Mittagessen machten wir auch eine Fahrt mit einem TAM 190 nach Licheń.
Den Tag beendeten wir mit einem Integrationslagerfeuer, das eine großartige Gelegenheit für gemeinsame Diskussionen und den Erfahrungsaustausch war. Es wurde auch festgelegt, dass im nächsten Jahr die Stiftung Retro-Betriebshof das Treffen organisiert, also sehen wir uns wahrscheinlich in Gdynia 😊
Tag 3 – Abschluss
Ostatni dzień zjazdu rozpoczęliśmy śniadaniem, a następnie uczestnicy powoli ruszyli w drogę powrotną do swoich miast.
Dziękujemy za zaproszenie i do zobaczenia za rok!
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Zdjęcia wykonali: Kacper Szmitka Awizonosz, Karol Lubaczewski
Relację przygotowała Paulina Kozłowska




































































































